Außenrenovierung des Stunikenhauses

07.07.2016

Das Stunikenhaus wurde 1748 als spätbarockes Kontorhaus von Johann Bernhard Stuniken erbaut. Es steht unter Denkmalschutz und gehört zu den wenigen, gut erhaltenen historischen Immobilien der Stadt Hamm. Die letzte grundlegenden Innen- und Außenrenovierung fand in den Jahren 1978 bis 1980 durch die Stadt Hamm als derzeitigen Eigentümer statt.
 
Nach zahlreichen, am Ende erfolglosen Nutzungskonzepten gelangte das zwischenzeitlich im Inneren vollkommen heruntergekommene Haus im Jahr 2011 wieder in die Hände eines Hammer Bürgers. Nach einem im Westfälischen Anzeiger ausgetragenen Bürgervotum wurde entschieden, das Haus zu einem Clubhaus zu entwickeln und einer langfristigen und würdigen Nutzung zuzuführen. Inzwischen unterstützen über 500 Hammer Bürger dieses Konzept durch ihre Mitgliedschaft im Stuniken-Club e.V.
 
Innen wurde das Haus nach der Gründung des Stuniken-Clubs mit beträchtlichem Aufwand unter Beachtung des Denkmalschutzes grundlegend saniert. Eine komplett neue Elektro- und Sanitärinstallation, Lüftung und Klimatisierung sowie eine dem Hause angemessene und historisch angepasste, stilvolle Ausstattung wurden gefertigt und eingebaut. Hierbei wurden alle bautechnischen und fest mit dem Haus verbundenen Ausstattungen, wie z. B. die umfangreichen Holzarbeiten, vom Eigentümer des Hauses übernommen.
 
Im Außenbereich kam es seinerzeit nur zu einigen wenigen kosmetischen Renovierungen. Inzwischen hat aber der Zahn der Zeit weiter am Gebäude genagt und macht eine grundlegende Außenrenovierung notwendig. Die Kosten werden komplett vom Eigentümer übernommen.
 
Die Gesamtfassade des Hauses wird dabei von Rissen befreit, wo nötig neu verputzt und mit einem komplett neuem, mehrlagigen Außenanstrich versehen. Der Farbton wird wieder ein sehr spezielles Altrosa sein und damit dem entsprechen, den Johann Bernhard Stuniken einst für sein Kontorhaus auswählte.
 
Besonders hervorzuheben sind konservierende Maßnahmen an den Sandsteinelementen des Hauses. Dazu gehören die Freitreppe und der originale Türbogen, insbesondere jedoch auch die „Staffelbekrönung“, die den Schmuckgiebel des Hauses so prägnant von anderen Bürgerhäusern der 18. Jahrhunderts abhebt und an Amsterdamer Grachtenhäuser erinnert. Für diese Arbeiten wird eine auf historische Steinmetzarbeiten spezialisierte Firma herangezogen.
 
Alle anstehenden Maßnahmen wurden im Detail mit der unteren Denkmalbehörde der Stadt Hamm besprochen und genehmigt. Sie wird die auf die insgesamt auf ca. 6 Wochen veranschlagten Arbeiten auch kontinuierlich begleiten.
 
Das Stunikenhaus wird während der Zeit der Renovierungsmaßnahme komplett eingerüstet. Zum Personenschutz auf dem Bürgersteig wird eine Netzverkleidung angebracht. Der Clubbetrieb wird während der Bauzeit selbstverständlich fortgeführt.

An dieser Stelle noch ein paar Worte zu den an dieser Renovierung beteiligten Firmen:
Die Gesamtrenovierung wurde in Form einer Generalunternehmerschaft an den Fachbetrieb für Denkmalpflege Natursteine Schulze, Bad Sassendorf-Weslarn vergeben. Herr Schulze ist ein ausgewiesener und überregional bekannter Fachman auf diesem Gebiet. Die höchst professionelle Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Hamm sowie den einzelnen Gewerken zeigt, dass dies sicher die richtige Entscheidung war, zumal es einen definitiven Fertigstellungstermin s. o. einzuhalten gilt. Einzelne Hammer Betriebe, die hier diesmal nicht zum Zuge gekommen sind bittet der Eigentümer um Verständnis.